Was Abo-Dienste über
dich wissen — und was nicht
Netflix weiss was du schaust, Spotify was du hörst, Adobe was du designst. Was dürfen Anbieter sammeln, wie schützt du dich — und was sagt das Schweizer DSG dazu?
Was Streaming-Dienste sammeln
- ·Welche Serien und Filme du schaust (vollständig)
- ·Wann du pausierst, vor- oder zurückspulst
- ·Auf welchen Geräten du schaust
- ·Wann du die App öffnest und schliesst
- ·Deine IP-Adresse und ungefährer Standort
Netflix nutzt diese Daten um Empfehlungen zu optimieren und eigene Produktionen zu planen.
Was du selbst kontrollieren kannst
- ·Datenauskunft: Alle Anbieter müssen dir auf Anfrage mitteilen was sie haben
- ·Datenlöschung: Du kannst die Löschung deiner Daten beantragen (DSGVO Art. 17)
- ·Datenexport: Viele Dienste bieten Datenexporte an (Netflix, Spotify, Google)
- ·Marketing-Opt-out: Werbe-E-Mails und personalisierte Werbung deaktivierbar
In der Schweiz gilt seit 2023 das revidierte DSG — mit ähnlichen Rechten wie die EU-DSGVO.
Datenschutz-Rating: Welche Anbieter sind sicherer
- ·✅ Proton Mail / ProtonVPN: Schweizer Recht, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
- ·✅ Bitwarden: Open Source, auditiert, Zero-Knowledge
- ·⚠️ Netflix, Spotify, Adobe: US-Unternehmen, viel Tracking, DSGVO-konform aber datenintensiv
- ·⚠️ Google One / Gmail: Sehr datenintensiv, für Werbezwecke genutzt
- ·❌ Kostenlose Dienste ohne klares Business-Model: Oft intransparenter Datenhandel
AboTracker und deine Daten
AboTracker ist ein Produkt von Innopulse Consulting GmbH (Zug, Schweiz). Deine Abo-Daten werden in EU-Rechenzentren (Supabase Frankfurt) gespeichert. Wir verbinden uns nicht mit deiner Bank — du gibst Abos manuell ein. Wir verkaufen keine Daten und schalten keine Werbung.
Datenschutzfreundliche Alternativen
Wechsle zu Diensten mit besserem Datenschutz:
Häufige Fragen
Welche Daten darf ein Anbieter über mich sammeln?
Nur solche, für die eine Rechtsgrundlage besteht — etwa die Vertragserfüllung oder eine erteilte Einwilligung. Nutzungsdaten zur Personalisierung beruhen in der Regel auf Einwilligung und lassen sich widerrufen. Was konkret erhoben wird, steht in der Datenschutzerklärung des Anbieters.
Welche Datenschutzrechte habe ich nach einer Kündigung?
Das regeln die Nutzungsbedingungen des Anbieters, nicht das Gesetz. Viele Dienste sperren den Zugang mit Wirksamwerden der Kündigung und löschen Inhalte nach einer Übergangsfrist. Exportieren Sie deshalb vorher — Rechnungen für die Buchhaltung sind dabei der am häufigsten übersehene Posten.
Was gilt in der Schweiz statt der DSGVO?
Das revidierte Datenschutzgesetz. Es sieht ebenfalls ein Auskunftsrecht und ein Recht auf Datenherausgabe vor, unterscheidet sich in der Ausgestaltung aber in Details von der DSGVO. Für Anbieter mit Sitz in der EU gilt zusätzlich die DSGVO.